Kleiner Spazierflug über - Teile von - Salvador, Bahia, Brasilien.
http://www.youtube.com/watch?v=HCjtH_DeQ3g&feature=player_embedded
Guten Flug
Reinhard
segunda-feira, 22 de novembro de 2010
segunda-feira, 15 de novembro de 2010
Finanzkrise 2008/9 oder Es gibt nur einen Ausweg!



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Monster, liebe Kinder… Monster, also alle Art von Ungeheuern erkennt man an Merkmalen, die diese von normalen, vom Lieben Gott geschaffenen Lebewesen unterscheiden, sagt die Großmutter, die Hand auf der Kristallkugel.
Da sind zum Beispiel abartige Figuren wie Riesen mit nur einem Auge inmitten der Stirn, Zwerge mit spitzen, langen Ohren, Einhörner und andere fabelhafte Wesen, sowie die Habergeiß. Manchmal genügt ein Zaubertrunk, oder auch nur ein paar Stamperl Schnaps, um eine sonst friedliche Person in ein Monstrum zu verwandeln.
Da sind zum Beispiel abartige Figuren wie Riesen mit nur einem Auge inmitten der Stirn, Zwerge mit spitzen, langen Ohren, Einhörner und andere fabelhafte Wesen, sowie die Habergeiß. Manchmal genügt ein Zaubertrunk, oder auch nur ein paar Stamperl Schnaps, um eine sonst friedliche Person in ein Monstrum zu verwandeln.
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Ein alter Mönch meinte einmal, all das, was nicht eine göttliche Aufgabe erfüllt, sondern wider eine solche zu konspirieren droht, sei mit Monströsem gleichwertig und sozusagen des Teufels. Da habe ich in meiner damals noch neuen Kristallkugel nachgeschaut um zu sehen, was er damit meinte.
Ein alter Mönch meinte einmal, all das, was nicht eine göttliche Aufgabe erfüllt, sondern wider eine solche zu konspirieren droht, sei mit Monströsem gleichwertig und sozusagen des Teufels. Da habe ich in meiner damals noch neuen Kristallkugel nachgeschaut um zu sehen, was er damit meinte.
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In ferner Zukunft habe ich fruchtbare Landflächen gesehen, auf denen kein Getreide und keine Rüben wuchsen, in die aber 18 kleine runde Löcher gebohrt worden waren.
Ich habe auch sauber gepflasterte, aber mausetote Altstadtkerne gesehen, sowie fußgängerlose und menschenleere Fußgängerzonen.
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Es gibt auch unanimierte Dinge, die zu grässlichen Ungeheuern werden können.
Es gibt auch unanimierte Dinge, die zu grässlichen Ungeheuern werden können.
Geld zum Beispiel.
Mit dem Blut der Ureinwohner anderer Erdteile beschmierte Tonnen von Gold und Silber und Edelsteinen finanzierten den tolldreisten Unfug der Renaissance, stellten die Lokomotive der Industrialisierung Europas auf die Geleise…
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Heute und vorläufig gilt für alle Münzen noch der echte Wert des Goldes, des Silbers.
Heute und vorläufig gilt für alle Münzen noch der echte Wert des Goldes, des Silbers.
Aus meiner Kristallkugel aber sehe ich Zeiten kommen, wo Geld keinen Bezug mehr haben wird zu realen Werten.
Monströse Berge von raffiniert gemischten Wertpapieren werden von heute auf morgen ihren vermeintlichen Wert verlieren und die Wirtschaft ganzer Länder wie ein Kartenhaus zusammenstürzen, alle Bewohner des Planeten zu Sklaven einer kleinen Gruppe werden lassen. Ich rede jetzt von Bankieren, sogenannten “Banksters” mit Presse und Gesetz.
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Auch der Auszählreim “Kaiser, König, Edelmann, Bürger, Bauer, Bettelmann” wird eine wichtige Veränderung erfahren… und es wird eine Klasse von Sozialmonstern geschaffen werden… sobald es einen Betriebsrat geben wird pro Quadratmeter Fabrikshalle.
Auch der Auszählreim “Kaiser, König, Edelmann, Bürger, Bauer, Bettelmann” wird eine wichtige Veränderung erfahren… und es wird eine Klasse von Sozialmonstern geschaffen werden… sobald es einen Betriebsrat geben wird pro Quadratmeter Fabrikshalle.
Wenn demnächst die Köpfe von KaiserInnen, KönigInnen und Edelleuten abgehackt und rollen werden, wird es heissen: “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit”
… mà non troppo!Die sozialen Errungenschaften werden in Grenzen, vor allem in Staatsgrenzen gehalten werden.
… mà non troppo!Die sozialen Errungenschaften werden in Grenzen, vor allem in Staatsgrenzen gehalten werden.
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Viele Gesichter, die am 1. Mai die “Internationale” anstimmen, werden vor Scham aber röter anlaufen, als die Fahnen die sie mit sich herumtragen.
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Die sozialen Errungenschaften werden das Mittelmeer und andere Grenzen nicht überqueren.
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Recht geschieht es den dortselbst lebenden Ureinwohnern.
Recht geschieht es den dortselbst lebenden Ureinwohnern.
Wie können sie nur so stur sein und an einem völlig unsinnigen Verhältnis zu realen Werten festhalten?
“Reichtum ohne Besitz”!
Wo hat man so etwas schon gehört? Unerhört!
Bei einem derart asozialen Benehmen hört sich jede Brüderlichkeit auf!
Dann gibt es keinen anderen Ausweg als die Eroberung, die Machtübernahme, die Kolonialisierung, um die Ureinwohner vor ihrem “wertlosen” Irrsinn zu befreien, ihnen Fortschritt und vielleicht sogar irgendwann Wohlstand zu bringen… vorausgesetzt, dass sievorerst brav und passiv in ihren Hütten verweilen.
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Menschen in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern werden über viele Generationen hindurch unter “Bettelleuten” archiviert bleiben, während mitteleuropäische Sandler, Langzeitarbeitslose, Rentner, Staplerfahrer, Lehrer und Schornsteinfeger den neuen Adel ausmachen und bekleiden.
Menschen in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern werden über viele Generationen hindurch unter “Bettelleuten” archiviert bleiben, während mitteleuropäische Sandler, Langzeitarbeitslose, Rentner, Staplerfahrer, Lehrer und Schornsteinfeger den neuen Adel ausmachen und bekleiden.
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In meiner Kristallkugel sehe ich menschliche Figuren, die uns ähnlich sind – was die Arbeit, die Armut betrifft – aber eine andere und dunklere Haut, sowie drahtig und spiralförmiges Haar tragen, während wir selber, also Alpenländer, anstatt Brennholz und Körbe, Golfschläger tragen, unsere ausladenden Hosenböden nicht mehr geflickt sein werden, sondern auf Drahteseln hocken, uns der durchgehenden Fahrradwege erfreuen… von Nofels bis Mureck…
In meiner Kristallkugel sehe ich menschliche Figuren, die uns ähnlich sind – was die Arbeit, die Armut betrifft – aber eine andere und dunklere Haut, sowie drahtig und spiralförmiges Haar tragen, während wir selber, also Alpenländer, anstatt Brennholz und Körbe, Golfschläger tragen, unsere ausladenden Hosenböden nicht mehr geflickt sein werden, sondern auf Drahteseln hocken, uns der durchgehenden Fahrradwege erfreuen… von Nofels bis Mureck…
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Während für arme und neidige Drittweltler jede Minute eines Besuches in Europa eine Zelebration, einen magischen Augenblick darstellt, den sie wie verklärt erleben und ausnützen, begnügen sich deutsche, schweizer und österreichische Urlauber nach wie vor damit, tagelang in eigenartig riechenden Kneipen an tropischen Stränden herumzulungern, Bier aus kleinen, dickwandigen Gläsern zu saufen, eventuell eine dunkelhäutige Dirne aufzureißen, oder es mit einem Mulattenbuben zu treiben.
Während für arme und neidige Drittweltler jede Minute eines Besuches in Europa eine Zelebration, einen magischen Augenblick darstellt, den sie wie verklärt erleben und ausnützen, begnügen sich deutsche, schweizer und österreichische Urlauber nach wie vor damit, tagelang in eigenartig riechenden Kneipen an tropischen Stränden herumzulungern, Bier aus kleinen, dickwandigen Gläsern zu saufen, eventuell eine dunkelhäutige Dirne aufzureißen, oder es mit einem Mulattenbuben zu treiben.
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Sogar meine Kristallkugel wird in Zukunft eine monströse Rivalin kennenlernen: das Fernsehen.
Sogar meine Kristallkugel wird in Zukunft eine monströse Rivalin kennenlernen: das Fernsehen.
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Wenn wir heute noch am Rande des Hungers leben, abends von der harten Arbeit ausruhen, unsere Gesichter im Schein des brennenden Kienspanes beobachten, ist es gut, wir lassen die Kristallkugel in Ruhe und verzichten auf die von Konsumwut entstellten Fratzen derjenigen, die in zwei bis dreihundert Jahren jeglichen Bezug zu unserem einfachen Leben verloren haben werden...
Wenn wir heute noch am Rande des Hungers leben, abends von der harten Arbeit ausruhen, unsere Gesichter im Schein des brennenden Kienspanes beobachten, ist es gut, wir lassen die Kristallkugel in Ruhe und verzichten auf die von Konsumwut entstellten Fratzen derjenigen, die in zwei bis dreihundert Jahren jeglichen Bezug zu unserem einfachen Leben verloren haben werden...
... und es wird keiner da sein der diesen menschähnlichen Geschöpfen dann sagt, wie sie aus ihrem finanziellen und wirtschaftlichen Schlamassel herausfinden können.
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Wer nach jeder Finanzkrise ein Happy End erleben will, soll versuchen, sich damit zu begnügen, der Öffentlichen Hand und der Sozialen Gewissheit zuzuwinken, dann aber gleich die Hemdärmel aufkrempeln und beginnen, Erdäpfel anzubauen, Geflügel zu züchten, ein Schwein zu mästen… genauso wie ihre Ahnen das getan haben werden in den schlechten Zeiten nach den Kriegen… und es wird wieder Heiligkeit erstrahlen von schwitzenden Gesichtern und die Schatten etwaiger Monster werden von einem Hoffnungslüftchen weggeblasen sein.
Wer nach jeder Finanzkrise ein Happy End erleben will, soll versuchen, sich damit zu begnügen, der Öffentlichen Hand und der Sozialen Gewissheit zuzuwinken, dann aber gleich die Hemdärmel aufkrempeln und beginnen, Erdäpfel anzubauen, Geflügel zu züchten, ein Schwein zu mästen… genauso wie ihre Ahnen das getan haben werden in den schlechten Zeiten nach den Kriegen… und es wird wieder Heiligkeit erstrahlen von schwitzenden Gesichtern und die Schatten etwaiger Monster werden von einem Hoffnungslüftchen weggeblasen sein.
sábado, 13 de novembro de 2010
Beispiel Jequitibá





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Als ich nach tagelanger Reise per Bahn, Schiff, Omnibus und Allradwagen am 31. Mai 1969 in Jequitibá, meinem nordostbrasilianischen Einsatzort als Entwicklungshelfer, vom Jeep sprang, war es mir, als wäre ich nicht in einem brasilianischen Ort angekommen, sondern stehenden Fußes, oder besser, hüpfenden Beines nach Österreich zurückgekehrt.
Ins Österreich des 18. Jahrhunderts.
Eine ungewöhnliche Zeitmaschine hatte mich in schier mittelalterliche Gegebenheiten mit allmächtigem Abt und unterwürfigen und servilen Laienbrüdern geschupft.
Als Entwicklungshelfer war ich damals der niedrigste in jener monastischen Hierarchie.
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Was mochten sich die Schlierbacher Zisterziensermönche wohl gedacht haben, als sie in den späten 30er Jahren des 20.Jahrhunderts inmitten einer an Illustrationen alter Märchenbücher erinnernden Landschaft aus menschenleeren Ochsenweiden, Wäldern und einigen wenigen Lehmhäusern, ein klobiges, zweistöckiges und Macht ausstrahlendes Kloster aus Stein bauten, majestätische Königspalmen pflanzten?
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Um Kinder der Landarbeiter zu unterrichten und Erwachsene zu alphabetisieren, hätten meiner unbescheidenen Meinung nach schlichtere Unterkünfte genügt.
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Wollten uns die Mönche etwa sagen, daß der Mensch mit der Zeit wohl reifer wird, was Wissenschaft und Technologie betrifft, im Humanen aber weiterhin in Windeln steckt, die schon längst hätten gewechselt werden sollen?
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Der Hl. Geist war anscheinend nicht zugegen, als jenes "Schloß Draculas" zu Jerquitibá, in dem ich eineinhalb Jahre wohnte, konzipiert und erbaut wurde..
segunda-feira, 8 de novembro de 2010
Antiker Text über AuslandsösterreicherInnen ( 1995 )

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AuslandsösterreicherInnen
“Auslandsösterreicher” ist ein Sammelbegriff wie etwa Blumen und Vögel.
“Auslandsösterreicher” ist ein Sammelbegriff wie etwa Blumen und Vögel.
Man kann sich sehr leicht vorstellen, daß der typische und durchschnittliche Auslandsösterreicher heute an die 60 Jahre alt ist, in Südafrika lebt und Verwandte in mindestens 4 Erdteilen hat. Eine Schwester wohnt in Nordamerika und ein Sohn ist nach Australien ausgewandert...
Auslandsösterreicher sind wie alle anderen Auslandsausländer von Haus aus grundverschieden. Oft haben sie außer der gemeinsamen Muttersprache nichts gemein.
Auslandsösterreicher sind wie alle anderen Auslandsausländer von Haus aus grundverschieden. Oft haben sie außer der gemeinsamen Muttersprache nichts gemein.
Sie sind einander ähnlich, wie eben ein Glockenblümchen einer Aster gleicht, oder ein Zaunkönig einem Pfefferfresser.
Ausschlaggebend für diese krassen Unterschiede ist die Vielfalt ihrer Geschicke, die die Auslandsösterreicher zu einer äußerst heterogenen Masse macht...
Ausschlaggebend für diese krassen Unterschiede ist die Vielfalt ihrer Geschicke, die die Auslandsösterreicher zu einer äußerst heterogenen Masse macht...
Es kommt vielfach darauf an, in welchem Alter der Auslandsösterreicher Inlandsösterreich verlassen; ob er alleine oder mit der Familie eine neue Heimat gesucht hat; ob er vor der Arbeitslosigkeit nach dem Krieg, oder vor dem Gespenst der Belanglosigkeit geflüchtet; ob er bewußt ausgewandert, oder nur zufällig im Ausland hängengeblieben ist; ob er noch ein österreichisches Dienstverhältnis hat, oder ohne Nabelschnur zum Geburtsland seine Existenz meistert; ob er Sehnsucht nach einem Röhrlsalat mit Kernöl, einem Krügerl Most, oder gar kein Heimweh hat...
Unterschiedlich sind die Geschicke auch aus geographischen Gründen, denn ein Salzburger, der in München wohnt, wird von den inlandsöstereichischen Behörden genauso als Auslandsösterreicher verbucht wie einer, der am Ende der Welt die rot-weiß-rote Fahne hißt.
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Es kann also durchaus geschehen, daß ein Auslandsösterreicher, der in Nordostbrasilien lebt, mit einem Auslandsspanier oft mehr gemeinsam hat, als mit einem anderen Auslandsösterreicher.
Es kann also durchaus geschehen, daß ein Auslandsösterreicher, der in Nordostbrasilien lebt, mit einem Auslandsspanier oft mehr gemeinsam hat, als mit einem anderen Auslandsösterreicher.
Es sind nicht mehr die Staatsgrenzen maßgeblich, sondern das Tun.
Nicht Emaus ist wichtig, sondern was dort geschah, wie Er das Brot gebrochen hat...
Ein weiterer Gesichtspunkt, der nicht ignoriert werden darf.
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Es gibt also mindestens genauso viele interessante Geschichten über Auslandsösterreicher, wie Auslandsösterreicher über den Globus verstreut sind.
Sie berichten nicht selten über lustige bis beklemmende Handikaps.
Von allen möglichen Entbehrungen, von Schwierigkeiten, sich der Mentalität der Wahlheimat anzupassen, sowie von Begegnungen mit Küchenschaben, Analphabeten und österreichischen Touristen, deren käseweisse Haut den Auslandsösterreicher blendet...
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Oft fühlt sich der Auslandsösterreicher mit seinen Stories mißverstanden und ausgeklammert.
Oft fühlt sich der Auslandsösterreicher mit seinen Stories mißverstanden und ausgeklammert.
Es fällt ihm schwer einzusehen, daß Inlandsösterreicher seine Erzählungen, die das Östereichersein im Ausland beschreiben, links liegen lassen und feierlich ignorieren.
In seinem Verdruß greift er sogar zu brutalen Verallgemeinerungen und schimpft alle Inlandsösterreicher verhätschelte Stubenhocker und wehleidige “Bochwotla”, die angeblich außer ihrem Nabel und den banalen Wehwehchen, die ihnen das Sparprogramm beschert hat, nichts sehen...
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”ÖSTERREICH sei viel größer als die paar inlandsösterreichischen Quadratkilometer”, beteuert er aufsässig.
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Österreich lebt im Herzen jedes Auslandsösterreichers weiter, ob Inlandsösterreicher davon Notiz nehmen wollen oder nicht...Nicht nur im südbrasilianischen Dreizehn Linden, oder in anderen Kolonien, sondern auch dort, wo der Auslandsösterreicher praktisch nur unter “Eingeborenen” seine private Robinsonade abstattet.
Österreich lebt im Herzen jedes Auslandsösterreichers weiter, ob Inlandsösterreicher davon Notiz nehmen wollen oder nicht...Nicht nur im südbrasilianischen Dreizehn Linden, oder in anderen Kolonien, sondern auch dort, wo der Auslandsösterreicher praktisch nur unter “Eingeborenen” seine private Robinsonade abstattet.
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Der Autor dieser Zeilen, ein Auslandsösterreicher, der in Salvador, Bahia, Nordostbrasilien, im “mezzogiorno” Südamerkas lebt, wünscht sich vom Osterhasen E-Mail-Adressen von Auslandsösterreichern, die auch in der 3. Welt ihr Zelt aufgeschlagen haben, und von jenen, die ein Zwigespräch mit ihm wagen und vertragen können...
Der Autor dieser Zeilen, ein Auslandsösterreicher, der in Salvador, Bahia, Nordostbrasilien, im “mezzogiorno” Südamerkas lebt, wünscht sich vom Osterhasen E-Mail-Adressen von Auslandsösterreichern, die auch in der 3. Welt ihr Zelt aufgeschlagen haben, und von jenen, die ein Zwigespräch mit ihm wagen und vertragen können...
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Die wirklichen Ambitionen sind aber weit weniger bescheiden. Sie peilen ein permanentes Forum für Auslandsösterreicher an. Dabei sollen nicht nur Auslandsösterreicher unter sich Erfahrungen tauschen können, sondern es soll damit auch Inlandsösterreichern die Möglichkeit gegeben werden, mitzureden um endlich das 10. Bundesland genauer kennenzulernen.
Salvador, Bahia, Brasilien 1995, überarbeitet 1996
Salvador, Bahia, Brasilien 1995, überarbeitet 1996
Eine Initiative, die zum ersten virtuellen Treffpunkt für Auslandsösterreicher führte, dank Ruth Hoideker und ihrem Sérgio Lobo, die mit Reinhard Lackinger 1996 die erste Auslandsösterreicher- Homepage kreierten und Auslandsösterreicher wie Andrea Pilgram, Brunold Loidl, Christl Rössler, Siegfried Nouschak, Gottfried Ressl, Christian Schmid, Roberto Talotta, Eva Volf, Bernd Wender, Hans Rehberger, Margit Breuss, Franz Kienesberger, Helga, Johnny, Karlheinz "Hawk" Halter und viele andere mittels Internet zusammentrommelten.
Die Unterarme einiger dieser Menschen schlichteten sich mitunter auch in Gaststätten wie das Schweizerhaus und D´Landsknecht in Wien, Flieger in Baden und beim Heurigen in Klosterneuburg zu höchstpersönlichem Umtrunk.
quarta-feira, 3 de novembro de 2010
Weihnachtskrippe in Unterstübming

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Heute will ich von der Krippe erzählen.
Von einer Weihnachtskrippe mit wunderschönen, handgeschnitzten Figuren aus Tirol.
In der Mitte das Christuskind und das hochheilige Paar.
Dahinter Ochs und Esel, darüber der Stern und mindestens ein Engel... ferner und rings herum ein Dutzend Hirten
Irgendwo links, hinter Büschen aus Papiermasché, könnte ich mir einen neugierigen Herbergsbesitzer vorstellen, aber der Lindenbaum, von dem dieses Holz stammen könnte, ist noch nicht gepflanzt worden.
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Die Kinderschar, die zur Weihnachtszeit die Krippe umzingelt, ist sehr klein geworden.
Die Augen leuchten auch nicht mehr groß auf die Krippe gerichtet. Sie zwinkern scheinbar ins Leere. Aus ihren vors Gesicht gehaltenen Handflächen piepst es gelegentlich.
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Der Herr Pfarrer versuchte das fehlende Interesse der "heutigen Jugend" mit neuen Figuren wettzumachen. Aber die Tiroler Holzschnitzer waren mit anderen Aufträgen beschäftigt.
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In der Woche vor dem ersten Adventsonntag besann sich der Kaplan und beschloß, der Weihnachtskrippe Figuren von Playmobil und andere Spielzeugklassiker beizufügen.
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Die Kinder waren sprachlos, während die Eltern verschiedenste Kommentare von sich gaben.
Einer meinte, so ein Tyannosaurus rex würde nicht recht zur Krippe passen, aber der Herr Pfarrer war glücklich.
So viele Kinder und auch Erwachsene hatte er schon lange nicht mehr vor der Krippe versammelt gesehen.
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- Figuren braver Haustiere und frommer Menschen können meinetwegen bleiben -, sagte Frau Helene Emberger, die beim Rosenkranz immer so schön blökt.
- Figuren von wilden Bestien und Monstern, die nicht in den Prospekt passen, sollten unbedingt entfernt werden -, ergänzte sie bewegten Gemüts.
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Der Kaplan, ein notorischer Idealist und unverbesserlicher Gutmensch, nützte sogleich die Diskussion und verglich die verpönten Playmobilfiguren mit den unerwünschten Migranten am Rande der Pfarrgemeinde.
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- Ist schon gut -, sagte der Herr Pfarrer... - aber eine halbnackte Barbie unter den Krippenfiguren hätte nicht sein müssen! -
terça-feira, 2 de novembro de 2010
Extra Austriam non est vita

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In der alten alpenländischen Heimat lebende Freunde reagieren meist abweisend auf meine Schreibereien.
Warum wohl?
Kaum schreib ich über irgendein Thema wie "Multikulti" und "Migration" und setz den Text in meinen Blog auf deutsch, oder schicke ihn an einige wenige Freunde und bekannte Autoren, regnet es auch schon bibliographische Tips.
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Was ich da nicht alles über dieses oder jenes Thema lesen sollte, ehe ich "Drittweltler" mich erdreiste, darüber zu schreiben.
Einer schlug sogar ein Buch mit enorm vielen Tabellen und Fußnoten vor.
Es sollte mir Einblick verschaffen in das Migrationsproblem und die Schwierigkeiten der Integration andersartiger Menschen, also Ausländer, mit anderem Aussehen, anderen Essgewohnheiten und vielleicht sogar mit einer anderen Religion.
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Dabei gibt gar keine Zweifel!
Die Migranten und Zugereisten müssen die Kultur der Einheimischen assimilieren!
Entweder sie lernen die Sprache und passen sich an die allgemeinen Gepflogenheiten, oder sie hauen wieder ab.
So einfach ist das!
Das Migrationsproblem ist eine Einbahnstraße, und das soll sie auch bleiben!
Ausserdem soll sich diesbezüglich nur jemand äussern dürfen, der in Österreich lebt, wohnhaft und gezwungen ist, täglich die Gegenwart jener "Kopftuchindianer" zu ertragen.
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Hand aufs Herz, was war doch Wien für ein unscheinbares Kaff, ehe sich Menschen aus den verschiedensten Kronländern dort niederließen?
Wie sehr hat doch die Konfrontation mit dem "Anders Sein" jener Migranten und im Laufe der Zeit zugereisten "Wienern" zur damaligen Hochkultur beigetragen?
Wäre es nicht wünschenwert, wieder einmal ein Schäuferl voll "Anders Sein" und Migrantenbrauchtum nachzulegen?
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- Bledsinn, des brauchma net! -
- Wir kommen eh alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind... Brav und angepaßt und obrigkeitshörig und politisch korrekt!
Das soll uns einmal so ein Ausländer, so ein Migrant und aus dem Maghreb Zugereister nachmachen! -
- Wenn es schon nicht anders geht und unbdingt sein muß, dann laß wenigstens nur gut ausgebildete Fachleute zu uns kommen, auf daß sie Lohnsteuer und Penionsversicherung zahlen in unserem wunderschönen und katholischen Heimatlande.
Nach der Arbeit sollen sie gefälligst "die Goschn halten" und nicht auffallen.
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Vielleicht haben meine alten Freunde doch recht.
Vielleicht sollte ich ausser online-Ausgaben Österreichischer Zeitungen auch die Bücher lesen, die sie mir vorgeschlagen haben.
Aber um ganz ehrlich zu sein, habe ich keine Lust dazu.
Selbst wenn ich hier in Nordostbrasilien auf diese Publikationen zurückgreifen könnte, ich würde damit bestimmt keine Zeit verlieren.
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Vielleicht denke ich, ich verstünde Probleme wie "Multikulti" und "Migration" allein deshalb so gut, weil ich selber Ausländer bin und seit über 40 Jahren im ethnischen und kulturellen Schmelztiegel Brasilien lebe.
segunda-feira, 25 de outubro de 2010
Gedanken über Integration von Migranten





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Wenn ich meinen Brasilianern hier in Bahia sage, daß wir Österreicher ein Völkermischmasch sind, schauen sie mich verwundert an.
Vielleicht suchen ihre neugierigen Augen sogar ein paar Quadratzentimeter schwarzer Haut auf meinem Körper.
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Wie weit spielt jenes "anders Aussehen" bei der Integrationsfrage eine Rolle?
Oft bin ich versucht zu denken, die heutigen Einwanderer und Migranten aus armen Ländern sehen uns gar nicht so unähnlich.
Dann nehme ich das Album mit den Fotos aus den Nachkriegsjahren aus dem Bücherschrank und schaue nach.
Dabei stelle fest, daß die Menschen, die gestern aus Rumänien und aus Belutschistan zu uns gekommen sind, genau so ausehen wie wir damals und in den späten 40er und frühen 50er Jahren.
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Hat das nur mit der Diät in jenen "Schlechten Zeiten" zu tun, oder auch mit der Haltung der Menschen, mit unseren Händen, die damals fortwährend nach Arbeit suchten?
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Vielleicht sieht unsereiner heutzutage keinem Migranten ähnlich, weil wir alle den Mund voller Zähne haben, gut genährt und sogar ein bisserl übergewichtig sind... und anstatt mit allerlei Objekten beladene Karren schiebend, mit dem "Bike" unterwegs sind...
Auf tadellos gebauten Radwegen, die durch die ganze Alpenlandschaft führen.
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Wo sind die Volksdeutschen mit ihren breiten Hals - und Kopftüchern und schwarzen Klamotten?
Längst mit den Ureinwohnern vermischt, wie Tonikwasser mit dem Gin in meiner Griffweite.
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Nur die Viertelstunde Scheinwerferlicht für den neuen Bürgermeister von Piran / Slowenien wird wahrscheinlich etwas länger als 15 Minuten dauern.
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Als seit 1969 in Brasilien lebender Imigrant, der weiterhin portugiesisch mit österreichischem Akzent spricht, denke ich, daß das Problem der Integration nicht unbedingt am Aussehen oder an der Aussprache der Einwanderer liegt, sondern eher an der Haltung zum Leben der Menschen im Gastland, also an den Einheimischen.
Dabei defilieren vor den Augen meiner Erinnerungen Vater, Mutter und Nachbarn inmitten Garten, Acker und Geflügelstall, unentwegt besorgt, etwas mehr auf den Küchentisch zu zaubern, als das Lohnsäckel imstande war.
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Wahrlich, wahrlich, zwischen dem Österreicher meiner Kindheit und einem von Mutter Staat verhätscheltem Österreicher von heute scheint ein größerer Unterschied zu sein, ein tieferer Abgrund zu gähnen, als zwischen Migranten aus dem Osten und den aktuellen "Össis".
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Die Flüchtlinge der 40er Jahre aus der Batschka, aus dem Banat, aus der Bukowina hatten es auch nicht leicht.
Auch sie erlebten starken Widerstand der Einheimischen.
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Heute scheint die Schwierigkeit der Integration an den Migranten zu liegen, die mit offenen und bestürzten Augen unser verwöhntes und extrem bemuttertes Volk beobachten.
Suppe und Brot akzepteiren sie, aber zu "knieawachn Bochwotlan" wollen sie sich anscheinend nicht bekehren lassen!
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Perdão! "Nix" für ungut"
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Salvador, Bahia, Brasilien, genau 55 Jahre nachdem der letzte Besatzungssoldat österreichischen Boden verließ.
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Reinhard Lackinger
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